Schon in meiner frühen Jugend hatte ich sehr engen Kontakt mit der Politik. Durch meinen Vater, der als überzeugter Gewerkschafter und SPDler hier auch in der Vorstandschaft aktiv war, sowie durch meinen Bruder Ewald. Ewald gründete in den 80er Jahren die SPD-nahe Liste der „Jungen Bürger“ und übernahm später auch eine Zeitlang den Vorsitz der Gefreeser SPD. Mehrfach wurde auch ich von unterschiedlichen politischen Gruppierungen auf ein Mitwirken angesprochen, war zu diesem Zeitpunkt jedoch der Meinung, dass dies für mich persönlich noch verfrüht wäre. Gerade in der Zeit nach meiner Scheidung, in der ich mich sehr intensiv um meinen Sohn gekümmert habe, wäre es zeitlich nicht vereinbar gewesen.

2011 habe ich mich dann wieder vermehrt für das politische Geschehen interessiert und insbesondere mit vielen SPDlern Gespräche geführt. Sowohl mein damaliger Chef und Landrat Bernd Hering, als auch unser Bürgermeister Harald Schlegel, suchten aktiv das Gespräch mit mir und fragten mehrfach, ob ich mir nicht ein politisches Mitgestalten in Reihen der SPD vorstellen könne. Nach reiflicher Überlegung und Abwägung entschloss ich mich Mitglied in der SPD zu werden. Jetzt werden viele sich die Frage stellen, warum gerade die SPD? Wie bereits eingangs erwähnt, hatte ich bereits eine frühe politische Prägung, außerdem stehe ich überzeugt ein für die sozialdemokratischen Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität. Diese Werte versuche ich in meinem täglichen Privat- und Berufsleben umzusetzen.

2013 wurde ich dann zum Ortsvereinsvorsitzenden der Gefreeser SPD gewählt. Im selben Jahr wurde ich stellvertretender Vorsitzender im SPD-Kreisverband Bayreuth-Land, Beisitzer im SPD-Unterbezirk und Delegierter für die unterschiedlichsten Parteitage. Diese Ämter bekleide ich bis heute. Auch als bekennender Gegner der „Großen Koalition“ bin ich in den Reihen der SPD über die Ortsgrenzen hinaus bekannt.

2014 wurde ich dann von euch, liebe Gefreeserinnen und Gefreeser, in den Stadtrat gewählt. Von meiner Fraktion wurde ich zum Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Stadtrat ernannt. Durch die freie Arbeit in meiner Fraktion war es mir bzw. uns als Fraktion immer möglich, unsere Vorstellungen und Ideen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger einzubringen. Das es hierbei gelegentlich auch zu Konflikten mit unserem Bürgermeister oder anderen Stadträten kam, ist einerseits natürlich, andererseits gelang es uns aber auch immer, sachlich und respektvoll zusammenzuarbeiten. Es wurden auch zahlreiche Ergebnisse erreicht, wie zum Beispiel die Fußgängerengstellenbeseitigung an der Gottesackerkirche. Es wurden zahlreiche Bebauungspläne mitgetragen, Kanalsanierungen wurden beschlossen, Gewerbeflächen gekauft, sowie die Jugend- und Seniorenarbeit forciert. Im Klimaschutz wurden energiesparende Maßnahmen sowie die Straßenbeleuchtungsumstellung auf LED empfohlen. Auch ein Ausbau der Erneuerbaren Energien wurde von unserer Fraktion stets befürwortet, sofern er im Einklang mit den Bürgerinnen und Bürgern steht. Ein großer und wichtiger Schritt für die Stadt Gefrees war der von mir formulierte Resolutionsantrag zum Thema „Förderoffensive Nordostbayern“. Dieser Antrag wurde in einen Petitionsantrag umgewandelt und dem Petitionsausschuss im Landtag zur Entscheidung vorgelegt. Die Petition wurde durch die CSU-Mehrheit abgelehnt, allerdings resultierte daraus das Förderprogramm „Innen statt Außen“, welches zwar leider nicht ganz so hoch dotiert ist, jedoch der Stadt Gefrees die Möglichkeit eröffnet, Projekte wie das Roglergelände oder Hofer Str. 1 und 3 zu realisieren.

Im Rahmen meiner politischen Grundeinstellung war es mir schon immer ein persönliches Bedürfnis, ob in der Kommunalpolitik oder in meinem beruflichen Werdegang, mich ganz im Sinne der Bürgerinnen und Bürger einzusetzen und dies auch über die Fraktionsgrenzen hinaus.

Bei den Neuwahlen der SPD-Vorstandschaft Gefrees im April 2019 gab ich meine Kandidatur zum Bürgermeister bekannt, was bei allen Anwesenden sehr positiven Anklang fand.

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