Gefrees: Hohe Reuth soll wild bleiben dürfen

Gefrees: Hohe Reuth soll wild bleiben dürfen

Gefrees – SPD-Bürgermeisterkandidat Bernd Nelkel, gleichzeitig ein Sprecher der Bürgerinitiative „Rettet die Hohe Reuth“ (BI), hat sich in einem offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten Anette Kramme (SPD) und Silke Launert (CSU)

Harald Judas

Gefrees – SPD-Bürgermeisterkandidat Bernd Nelkel, gleichzeitig ein Sprecher der Bürgerinitiative „Rettet die Hohe Reuth“ (BI), hat sich in einem offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten Anette Kramme (SPD) und Silke Launert (CSU) gewandt. Er regt an, das Areal der Hohen Reuth, wo die Wiederaufnahme des Granitabbaus geplant ist, in das Wildnisentwicklungsprogramm des Bundesumweltministeriums aufzunehmen. Darin hat sich der Bundestag das Ziel gesetzt, zwei Prozent der deutschen Waldfläche in Wildniswald umzuwandeln.

Nelkel fasst in seinem Schreiben die Hauptbedenken der BI gegen den Granitabbau zusammen: eine Gefährdung mehrerer Trinkwasserquellen, Belastungen durch Lärm, Feinstaub und Verkehr – und die auf der Hohen Reuth in den vergangenen Jahren entstandene Artenvielfalt. „Viele zum Teil streng geschützte Pflanzen- und Tierarten, die man in renaturierten Steinbrüchen antrifft, sind in der umgebenden Kulturlandschaft selten geworden“, schreibt er. Eine Abbaugenehmigung widerspreche zudem dem Landesentwicklungsprogramm, dem Landschaftsentwicklungskonzept Region Oberfranken Ost, dem Regionalplan Oberfranken Ost, dem Artenhilfsprogramm des Landesamts für Umwelt und dem Gefreeser Stadtentwicklungskonzept. Kopien seines per E-Mail verschickten Schreibens hat der Verfasser auch den Landtagsabgeordneten Inge Aures, Martin Schöffel, Sebastian Körber, Tim Pargent und Rainer Ludwig zukommen lassen. ju

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